Die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland liegt schon 20 Jahre zurück, doch immer noch ist von der Mauer in den Köpfen die Rede. Den Mörtel für diese Mauer liefern Medienberichte, in denen Journalisten (aus Ost und West) die ostdeutsche Provinz in ein düsteres Licht setzen. Manchmal ist zu bezweifeln, ob die Reporter wirklich vor Ort waren, aus ihren Sätzen spricht pure Inländerfeindlichkeit. Die Gründe können verschiedene sein. Hier einige Möglichkeiten:

1) Journalisten werden oft nach den Klicks ihrer Artikel im Netz bewertet. Provokante Beiträge erregen zumeist mehr Aufmerksamkeit, also mehr Diskussionen und Klicks.

2) Die vornehmliche Zielgruppe sind Westdeutsche, denn die bilden den größten Leseranteil bei überregionalen Medien und kennen die ostdeutsche Provinz nur oberflächlich. Deren Vorurteile werden bedient.

3) Die Zeitungen bevorzugen Negativpresse, und die Journalisten stellen sich in ihrer Schreibe darauf ein.

4) Vielleicht handelt es sich wie beim Afrikaroman oder beim Reisebericht bereits um eine eigene Kunstform, die an Journalistenschulen gelehrt wird.

Material und Links zu solcherart Beiträgen werden hier gesammelt.

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